Stadt der Zukunft
Was muss die Stadt der Zukunft alles erfüllen? Wie sieht sie aus?
Öffentliche Toiletten in Grünanlagen sind ein oft unterschätztes, aber entscheidendes Element für die Aufenthaltsqualität und soziale Inklusion im urbanen Raum. Gerade in Parks, wo Menschen sich länger aufhalten – Familien, ältere Personen, Sporttreibende – sind gut geplante Sanitäranlagen ein Muss.
Mehr Menschen und demografischer Wandel
Verschiedene Megatrends beeinflussen unsere Gesellschaft und beeinflussen so die Stadt der Zukunft mit.
Für die Infrastruktur in Städten und Gemeinden bedeutet dies, neue und alte Herausforderungen mit neuen Lösungsansätzen stemmen zu müssen. Die Weltbevölkerung wird älter und das gilt im Besonderen für die europäische und amerikanische Gesellschaft. Anders als frühere Generationen ist diese jedoch deutlich aktiver, gesünder und reicher. Zugleich wird die junge Familie zu einem immer selteneren Bestandteil unserer Gesellschaft. Um als Kommune attraktiv für alle Generationen zu sein, muss diese eine stabile und durchdachte Infrastruktur und verschiedene Angebote an zum Beispiel Kultur, Sport und Freizeitaktivitäten bereitstellen.
Daneben haben wir eine starke Urbanisierung auf der Welt. Dies bedeutet, dass kleine Gemeinden und Städte Bevölkerung verlieren, während Ballungsräume und Metropolen an Bevölkerungen dazugewinnen. Beide Szenerien erzeugen das gleiche Problem: Die Infrastruktur muss an die neuen Gegebenheiten angepasst werden. Da viele heutigen Grundeinrichtungen jedoch nicht so flexibel und eher starr sind, sorgt dies für hohe Kosten in den entsprechenden Kommunen. Auf der einen Seite müssen kleine Gemeinden Kläranlagen oder Schulen zurück bauen oder strukturell anpassen, auf der anderen Seite benötigen die Ballungsräume mehr von allem. Flexiblere Infrastruktur wird daher in Zukunft benötigt.
Dazu kommt, dass wir die Ökologie anpassen und den Menschen mehr als Teil der Natur ansehen. Gerade in den Großstädten und Metropolen findet hier ein starker Wandlungsprozess statt. Nachhaltig leben und konsumieren ist im Trend und keine Revoluzzer-Image mehr.
Recyclen dezentral und überall
Als Resultat dieser Megatrends verändert sich das Stadtbild.
Die Stadt der Zukunft wird an vielen Stellen wieder diversifizierter als heute sein. Wohnen und arbeiten wird dabei häufiger näher beisammen sein, als es jetzt der Fall ist. Viele Aspekte des Lebens sind dann in einem Radius von 15 Minuten mit dem Fahrrad oder zu Fuß erreichbar. Dabei wird die vertikale und dezentrale Stadtentwicklung eine entscheidende Rolle spielen. Dächer und Fassaden werden grüner, um Gebäude zu kühlen und Energie wird häufiger direkt vor Ort gewonnen, z.B. durch Solarpaneele. Dies sorgt dafür, dass wir notwendigen Ressourcen sowie Kühlung der Stadt direkt vor der Haustüre zu gewährleisten. Das ist sowohl aus ökologischer also auch ökonomischer Sicht sinnvoll.
Die Schwammstadt als solche und die lokale Nutzung des Regenwassers werden ebenfalls an Bedeutung gewinnen, zum Beispiel als Nutzwasser im Gebäude. Aber auch die Einsparung von Wasser und lokale Aufbereitung bzw. Re-Nutzung werden an Relevanz gewinnen. Es gibt schon heute Firmen, die aus unserem privaten Grauwasser Energie zurückgewinnen oder aus unseren Ausscheidungen Dünger beziehungsweise grünen Wasserstoff herstellen.
Damit solche Konzepte bessere funktionieren, ist eine Trennung der Stoffströme im Haus wichtig. Auf diese Weise können wir einfacher, sicherer und schneller die notwendigen und wichtigen Ressourcen wie Stickstoff oder Wasserstoff gewinnen. Eine besonders erfolgreiche Trennung der Stoffströme erfolgt am besten bereits bevor es zu einer Vermischung dieser Ströme kommt. Eine einfache Trennung ist zum Beispiel zwischen Küchen und Bad möglich, oder noch konkreter direkt im Toilettenstuhl. Eine Trockentrenntoilette, wie die unsere, ist hier die beste Wahl.
Trockentrenntoiletten für den öffentlichen Raum
Da diese Veränderungen Zeit und Wandlungsbereitschaft innerhalb der Bevölkerung benötigen, wird es noch dauern. Doch könnte man auf diesem weiten, steinigen Weg leicht erste, einfache Schritte in diese Richtung gehen. Mit der Errichtung von Trockentrenntoiletten im öffentlichen Raum wie Parks, Spielplätzen und weiteren öffentlichen Plätzen, kann die Bevölkerung an solche Trends herangeführt werden. Diese sind gendergerecht und barrierefrei und dienen gegebenenfalls bereits heute als Mobilitätshub für Fahrräder und den ÖPNV. Die Stadt der Zukunft wird nämlich auch autofreierer und modularer sein.
Die Toiletten sind einfach und schnell zu installieren. Dabei unterstützen sie schon heute kostengünstig den Ausbau der sanitären Infrastruktur und erhöhen so die Aufenthaltsqualität für die Menschen vor Ort. Eine Entsorgung kann bei unseren Toiletten zu Beginn auch einfach über das eigene Klärwerk ohne Beeinträchtigung erfolgen. Bei unseren Toiletten sind keine Chemikalien oder Einstreu notwendig und die Anlagen entsprechend der DIN 30762.
Entsprechend ausgebauten Grünanlagen sind sowohl für Pflanzen und Tiere als auch den Menschen ein idealer Rückzugsort. Biodiversität und kühle Rückzugsorte in den Städten werden im Zeitalter des Klimawandel eine entscheidende Rolle bei der Planung der Stadt der Zukunft einnehmen. Und hier können wir heute schon beginnen.
Details zu unserer Anlage selbst
Die Anlagen sind autark. Sie benötigen keinen Anschluss an die Kanalisation und beeinträchtigen so auch nur in sehr geringem Maße die Bodenverdichtung bzw. Bodenversieglung. Ein Solarpaneel und eine Power-Station regeln den Strom für den Betrieb der Toilettenanlage. Unsere Betonbehälter fangen die Stoffe auf und lagern sie, so dass keine Gefahr für Mensch, Natur und vor allem das Grundwasser entsteht. Der Behälter ist auftriebssicher, überflutbar und statisch hochbelastbar. Dieser ist ein geregeltes Bauprodukt aus dem Abwasserbereich und entspricht der Norm DIN V 4034-1.
Die Anlagen sind resilient und autark, somit sie bei den meisten Naturkatastrophe sowie menschengemachten Problemen weiterhin dauerhaft nutzbar und einsatzfähig.
Eine Lösung kann theoretisch nachträglich verschoben oder durch weitere Toiletten erweitert werden, je nach Bedarf. Wir bieten zwei Standardlösungen für die Gestaltung des Hauses an, jedoch können auch regionale Unternehmen den Hausbau in eigenem Design der Stadt oder Umgebung übernehmen. Je nach Lage empfehlen wir eine künstlichere Gestaltung auf den Wänden durch lokale Graffiti-Sprayer oder Schulklassen. Dies hilft, um illegaleres Sprayen zu reduzieren.