„Teheran-Szenario“ in zentralasiatischen Metropolen

Auf dem Bild ist ein Foto von Taschkent im Smog. Darunter steht das "Teheran-Szenario" in zentralasiatischen Metropolen

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Ende 2025 veröffentlichte das Zukunftsforschungsinstitut Nightingale Intelligence eine Studie, die vor einer massiven Verschlechterung der Wasserversorgung in zentralasiatischen Metropolen warnt, falls nicht rasch Reformen erfolgen.

Die Region ist stark abhängig vom Amudarja und Syrdarja, deren Zuflüsse aus schwindenden Gletschern im Pamir- und Tian-Shan-Gebirge stammen. Der Klimawandel und ineffizienter Wasserverbrauch in Landwirtschaft und Städten verschärfen die Lage.

Das sogenannte „Teheran-Szenario“ beschreibt einen drastischen Rückgang der Frischwasserversorgung in Städten wie Taschkent, Bischkek und Duschanbe, verursacht durch erschöpfte Quellen, marode Infrastruktur und rasante Urbanisierung ohne ausreichende Investitionen.

In Duschanbe zeigen sich bereits sinkender Wasserdruck, häufige Störungen und hohe Wasserverluste. Der Pro-Kopf-Verbrauch liegt in Taschkent mit bis zu 400 Litern deutlich über europäischen Werten.

Die Studie identifiziert ineffizientes Wassermanagement als Hauptproblem: veraltete Systeme, Unterfinanzierung, fehlende Investitionen und mangelnde Kontrolle führen zu hohen Verlusten und fehlenden Sparanreizen.

Die Landwirtschaft verbraucht 80 bis 90 Prozent des Wassers, wobei veraltete Bewässerungssysteme bis zu 40 Prozent Verluste verursachen. Dies führt zu sinkenden Grundwasserspiegeln und geschädigten Ökosystemen.

Soziale Folgen sind Abwanderung aus ländlichen Regionen und wachsender Druck auf Städte. Zudem gefährden sinkende Wasserstände die Wasserkraft und damit die Energieversorgung.

Politische Spannungen verschärfen sich durch geplante Wasserableitungen, etwa den Kosh-Tepa-Kanal in Afghanistan.

Die Studie betont: Das „Teheran-Szenario“ ist vermeidbar. Notwendig sind Investitionen in Infrastruktur, Reformen in Landwirtschaft und eine faire Wasserökonomie mit klaren Tarifen und Verantwortlichkeiten. Die Zeit zum Handeln ist knapp.

Wer mehr über weltweite Wasserprobleme und, wie Trockentrenntoiletten helfen können, erfahren möchte, dann verbinden Sie sich mit uns und setzen Sie sich für eine bessere Ressourcennutzung ein.

Quelle: https://novastan.org/de/usbekistan/was-passiert-wenn-die-wasserressourcen-zentralasiens-knapp-werden/

Foto: https://www.pexels.com/de-de/foto/stadt-gebaude-nebel-stadtisch-11014631/

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