Am 1. April 2026 startete die Artemis 2 Mission erfolgreich vom Kennedy Space Center. Zum ersten Mal seit über einem halben Jahrhundert sind wieder Menschen auf dem Weg zum Mond. Doch schon kurz nach dem Abheben gab es ein unerwartetes Problem – und zwar ausgerechnet auf der Toilette.
Die Mission ist die erste, die das sogenannte Universal Waste Management System (UWMS) über die erdnahe Umlaufbahn hinaus schickt. Schon wenige Stunden nach dem Start klemmte der Ventilator der Urinsammelanlage. Bodenkontrolle und Besatzung konnten das Problem gemeinsam beheben. Kurz vor dem Schlafengehen erkundigte sich Astronautin Christina Koch, wie der Stand sei. Die Antwort der NASA war kurz: „Die Toilette kann die ganze Nacht über benutzt werden.“
Damit nicht genug: In den Folgetagen hatten die vier Astronauten Schwierigkeiten, den gespeicherten Urin ins All zu entleeren – möglicherweise aufgrund eines verstopften Filters durch eine chemische Reaktion, die noch ungeklärt ist. Zudem wurde ein seltsamer Brandgeruch aus der Toilette gemeldet, der die Missionskontrolle jedoch nicht weiter beunruhigte.
Die Hightech-Toilette in der Orion-Kapsel kostete 23 Millionen Dollar und benötigte sechs Jahre Entwicklungszeit – mit 3D-gedruckten Titan-Bauteilen. Wir haben im März schon mal darüber berichtet. Zum Vergleich: Unsere Trockentrenntoiletten kommen ohne Wasser, ohne Millionenbudget und ohne Missionskontrolle aus – und trennen Feststoffe und Flüssigkeiten zuverlässig, egal wo auf der Erde.
Wie war es bei vorherigen Missionen? Gab es damals Toilettenprobleme?
Bei den Apollo-Missionen gab es weder eine Toilette noch einen abgetrennten Sanitärbereich – die Besatzungen nutzten damals Abfallbeutel. Die neue Toilette stellt somit einen erheblichen technischen Fortschritt dar. Dass selbst dieser Fortschritt noch seine Tücken hat, zeigt einmal mehr: Die Toilettenfrage ist eine der hartnäckigsten Ingenieursaufgaben – ob auf dem Mond oder auch auf der Erde zum Beispiel im alpinen Gelände.
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Quelle: Yahoo!
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